Wirkung von Meditation bei Schlafdefizit
23. Dezember 2025
Auf dem Hintergrund der wissenschaftlichen Forschung zur Wirkung der Transzendentalen Meditation soll die Frage beantwortet werden ob und wie durch Meditation Schlafdefizite z.B. durch mehrstündiges Wachliegen in der Nacht ausgeglichen werden können.
Die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Transzendentalen Meditation (TM) liefern zwei wesentliche Erklärungsansätze dafür, wie Meditation bei Schlafdefiziten (z. B. durch nächtliches Wachliegen) wirkt:
1. Kompensation durch tiefe Ruhe (Hypometabolischer Zustand)
Frühe physiologische Studien zeigten, dass TM einen Zustand „ruhevoller Wachheit“ erzeugt, der durch eine signifikante Senkung des Stoffwechsels (Sauerstoffverbrauch) gekennzeichnet ist.
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Tiefe der Ruhe: Messungen deuten darauf hin, dass die während der TM erreichte körperliche Entspannung in bestimmten Parametern tiefer sein kann als die im Tiefschlaf gemessene Ruhe.
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Ausgleichsfunktion: Wenn der Körper aufgrund von Schlafmangel unter Stress steht, nutzt er die TM-Sitzung oft, um akute Defizite auszugleichen. Es ist innerhalb der TM-Praxis ausdrücklich vorgesehen, dass man bei hohem Schlafdefizit während der Meditation einschläft – dies wird als notwendiger Reinigungsprozess des Nervensystems gewertet.
2. Verbesserung der Schlafarchitektur
Anstatt Schlaf nur zeitlich zu ersetzen, verändert TM die Qualität des verbleibenden Schlafs:
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Erhöhung von SWS und REM: Langzeitmeditierende zeigen in Polysomnographie-Studien einen erhöhten Anteil an Slow-Wave-Sleep (SWS/Tiefschlaf) und REM-Phasen. Dies bedeutet, dass der Schlaf effizienter wird: Die Erholung pro geschlafener Stunde nimmt zu.
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Hormonelle Regulation: Durch die Senkung von Cortisol und die Erhöhung von Serotonin (Vorläufer von Melatonin) wird das Nervensystem stabilisiert, sodass Phasen des Wachliegens seltener werden oder weniger belastend wirken.
3. TM vs. „Power Nap“
Untersuchungen haben gezeigt, dass TM bei der Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit und der Reduktion von Müdigkeit einem normalen Nickerchen (Napping) überlegen ist. Während ein Nickerchen oft zu Schlaftrunkenheit führen kann, bewirkt die TM durch die spezifischen EEG-Muster (Alpha-Kohärenz) eine Erfrischung bei gleichzeitiger Wachheit.
Als Fazit kann insgesamt gesagt werden:
TM kann Schlaf nicht vollständig ersetzen, bietet aber eine physiologische „Abkürzung“ zur tiefen Regeneration. Sie hilft, die negativen Auswirkungen von Wachphasen zu minimieren, indem sie den Körper effizienter in den Ruhemodus führt und die Erholungsqualität der verbleibenden Schlafzeit steigert.