LEITARTIKEL


Yogisch-systemische Theorie der Kohärenz:( Forschungsbericht von Dr. B. Zeiger im Auftrag der Ärztegesellschaft für Biophysikalische Informationstherapie ).  Es konnte im begrifflichen Rahmen der statistischen Physik gezeigt werden, dass die Yoga Sutras eine erkenntnistheoretische Begründung für das systemische Prinzip und die Existenz einer systemischen Invariante der Kohärenz sind. Die Invariante der Kohärenz wird in den Yoga Sutras als Ishvara bezeichnet und strukturell begründet in dem sie - physikalisch ausgedrückt- zeigen,dass jedes System, das multiple, fluktuierende Kohärenzdomänen besitzt und dennoch einen stabilen, geordneten Endzustand anstrebt, zwingend eine invariante Bezugsgröße benötigt – Diese Rolle von Ishvara bzw. der systemischen Invariante der Kohärenz besteht,im formalen Rahmen der statistischen Zustandssumme, der Besetzungszahl und der Energielücke, darin die gesamte Phasenraumdynamik messbar und zielgerichtet zu machen. d.h. einen einzigen, transformationsinvarianten Bezugspunkt zu definieren, der die Stabilität des gesamten Systems garantiert. Die wichtigsten Argumente sind:
  1. Ishvara ist derjenige Zustand, der nicht mitgezählt wird, aber das Maß der Zustandssumme (Summe aller Vrittis) bestimmt (Sutra 1.24). Er ist der Konvergenzparameter der die unendliche Summe der Geisteszustände auf eine endliche, stabile Größe (Samadhi) abbildet.
  2. Ishvara ist der einzige Zustand, bei dem die Besetzungszahl den Grenzwert Null ( n/N = 0 Vakuum, virtueller Zustand) annimmt, d.h. er ist das "unbesetzte Bewusstsein" (Puruṣa). Gleichzeitig ist er aber die Bedingung der Möglichkeit für alle anderen Besetzungen, da er das Potential des Systems darstellt: Er gibt vor, wie viele Samskaras in den Geist "hineindiffundieren" dürfen, ohne dass die Kohärenz kollabiert.
  3. Ishvara ist die einzige Lücke, die invariant ist (Sutra 1.26),. während alle anderen Energielücken zwischen den Vrittis fluktuieren, ist die Lücke zu Ishvara konstant und minimal. Sie ist die systemische Invariante, die garantiert, dass der Geist trotz aller Schwankungen immer den Pfad zurück zum kohärenten Grundzustand findet – vergleichbar mit der Phasensteifigkeit in einem Superfluid, die die makroskopische Wellenfunktion zusammenhält.
  4. Die Existenz einer systemischen Invarianten ist notwendig, weil das Gehirn (bzw. der Geist) sonst kein Ziel für die Minimierung der freien Energie hätte. Jede Dynamik strebt einem Attraktor zu. Ishvara ist der berste Attraktor (das Samadhi), der nicht von der Anzahl der Neuronen ( N ) oder der Temperatur (der Unruhe des Geistes) abhängt. Er allein garantiert, dass ( n/Wurzel N ) für das Gesamtsystem konstant bleibt – auch wenn die lokalen Domänen fluktuieren. n/Wurzel N = konstant.                         
(Bernd Zeiger, 29,7. 2026)

Das Vedische Erbe - Nachdenken über systematisch verdeckt gehaltene Wahrheiten 
Der Autor  Prodosh Aich, 1933 in Kalkutta geboren, ist Universitätslehrer und Publizist. Er lehrte Soziologie an den Universitäten Köln, Rajasthan und Oldenburg. Das Vedische Erbe ist als Band 13 der Edition !_scheuklappenfrei_! im Endemann Verlag, Mülheim an der Ruhr, erschienen. Der Übersetzer Joachim Endemann schreibt in seiner Vorbemerkung: 
Es ist an der Zeit, kritische Fragen zu stellen. Wem? Den Intellektuellen des „Westens“ und seiner „Wissenschaft“. Diese Fragen müssen deshalb gestellt werden, da die im weitesten Sinne als Gesellschaftswissenschaften zu bezeichnenden „westlichen Wissenschaften“ wie Soziologie, Politik, Sprachwissenschaft, Geschichtsschreibung und Archäologie nicht dem tatsächlichen Prosperieren der Gesellschaft als Ganzes zu dienen: Im vorliegenden Buch wird deshalb von einigen notwendig zu wissenden Fakten berichtet, die erst ein gewisses Verständnis für die Geschichte und offenbar sehr alte Kultur der Menschen in Bharatavarsa (Indien) zu gewinnen erlauben.
Prodosh Aich beginnt sen Buch mit den provozierenden Worten: Das Vedische Erbe ist die Geschichte der Menschen in Bharatavarsa. Dieses Erbe ist für das Menschengeschlecht von Bedeutung. Die meisten Menschen auf der Erde wissen wenig über das Vedische Erbe. Das beruht nicht auf eigener Nachlässigkeit. Sie werden systematisch unwissend gehalten. Die wissbegierigen Köpfe werden vom industriell funktionierenden Macht-Medien-Manipulations-Komplex mit falschen, unwahren und vorgetäuschten Informationen gefüttert.
Der Verlag schreibt. Wegen der allgemeinen Bedeutung des Inhalts des Vedischen Erbes kann diese Schrift im Print-Format zum Selbstkostenpreis erworben werden. Als eBook (PDF-Format) ist sie kostenfrei. Quelle: Prodosh Aich, Das Vedische Erbe — Nachdenken über systematisch verdeckt gehaltene WAHRHEITEN, EndemannVerlag, September 2019, 138 Seiten. Copyright für die Übertragung aus dem Englischen hat Joachim Endemann.(2015/2019)

Th. Metzinger: Minimal phenomenal experience
The simplest form of conscious experience as systematically accessible in meditation is the topic of the Minimal Phenomenal Experience (MPE) project initiated by Prof. Thomas Metzinger, University of Mainz, Germany. The MPE-concept introduced in 2015 has stimulated further meditation research as well research in consciousness and philosophy. By studying pure consciousnesses the vision of the experiencer (Ego) expands, clearer distinctions are made and the mind is more open.
Additionally, the concept of MPE also provides entry to Vedic Studies, since “vedic” means “pertaining to knowledge”. Knowledge in turn is always a structure of consciousness. The contribution of MPE to Vedic study is partly due to a refinement in terminology. Even so Vedic terms are very precise and self-explanatory they are not commonly known. Using the customary philosophical terms requires to remove the prevailing ambiguities. More important then the terminological contribution of the MPE project is the increased familiarity with the whole field of consciousness, its properties, knowledge structures and cognitive functions. Both the MPE Project and Vedic studies start from pure consciousnes. In the Vedic perspective, the intrinsic memory of pure consciousness defines the Self ( Atma) . The language and knowledge of the Self is traditionally called "Veda". Research in Minimal Phenomenal Experience can be understood as a contemporary and timely approach to the Veda. It is very revealing to read  from this perspective the Open Access article by Th. Metzinger (2020). 

Die Kulturtragende Rolle der Sanskrit- und Veda-Forschung zieht sich als roter Faden durch das Lebenswerk von Prof. Klaus Mylius. Bereits in den Vorbemerkungen zu seinem viel benutzten, 1975 erstmals erschienen Sanskrit Wörterbuch weist er darauf hin, dass sein Werk nicht nur wissenschaftlichen Erfordernissen entsprechen soll, sondern auch die kulturellen Traditionen und weltgeschichtliche Bedeutung Indiens näher bringen will. 2020 in einem Interview anlässlich seines 90. Geburtstags, betont er erneut die Unverzichtbarkeit des Sanskrit für die Kultur Indiens. Die kulturelle Relevanz und Lebensnähe der von Prof. Mylius behandelten Themen zeigt sich u. a. auch darin, dass der vorliegende 1998 erstmals an der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften gehaltene Vortrag 2011 in einem Sammelband mit Aufsätzen und Rezensionen von K. Mylius zur Indologie vom Harrasoswitz Verlag, Wiesbaden, wieder zugänglich gemacht wurde. Durch das Entgegenkommen des Harrassowitz Verlags sowie des Trafo-Verlags, der die Sitzungsberichte der Sozietät veröffentlicht, ist es hier möglich den Aufsatz erneut ins allgemeine Bewusstsein zu rücken. Besonderer Dank gilt dafür auch Prof. Dr. Dr. Mylius (24. 2. 2021) 
 
Der Leitartikel "Consciousness is all there is" im ersten Heft (2015) des International Journal of Mathematics and Consciousness demonstriert die Anwendung der axiomatischen Methode auf die Realität des Bewusstseins. Das erste Axiom postuliert die Existenz reinen, selbstbezogenen Bewusstseins als Fundament von allem, was es gibt. Empirischer Hintergrund ist die Erfahrung von Millionen Menschen mit der Transzendentale Meditation, die Maharishi Mahesh Yogi der in Indien überlieferten vedischen Wissenschaft entnommen hat. Dieselbe Überlieferung beschreibt die Eigendynamik des Bewusstsein (Veda) als Wechselspiel von Beobachter, Beobachtung und Beobachtetem. Diese 3-in-1 Struktur des Bewusstsein bildet das zweite Axiom. Die Relevanz dieser beiden Axiome ergibt sich aus der experimentellen Überprüfbarkeit ihrer Konsequenzen sowie aus ihrer Brauchbarkeit bei der Lösung grundlegender Probleme der modernen Wissenschaft. Autor des Leitartikel zur Axiomatik des Bewusstseins is Dr. Tony Nader, MD, PhD, MARR (Juli 2015).

Bewusstsein-bezogene Vedische Studien
Veda ist die Struktur reinen Wissens. Das ist die Quintessenz zweier Vorträge aus dem Tagungsband der internationalen Konferenz über "Science, Consciousness, and Aging"(19.-20. Januar, 1980). In den beiden Vorträgen präsentiert Maharishi Mahesh Yogi auf allgemein verständliche Weise seine in den 1970er Jahren formulierten Grundbegriffe, Argumente und Vorgehensweisen, die jedem einen unmittelbaren Zugang zum Veda ermöglichen. Ausgangspunkt der während der Tagung zur Diskussion gestellten Vedischen Studien ist die elementare Tatsache, dass Wissen subjektiv gesehen immer eine bestimmte Ausdrucksform von Bewusstseins ist. Die jeweilige Struktur des Wissens hängt dabei vom Zustand des Bewusstseins ab, in welchem sich das Wissen bildet. Theoretisch und empirisch ist selbst-bezogenes Bewusstsein der einfachste Zustand von Bewusstsein. In diesem Zustand "reinen" Bewusstseins erkennt Bewusstsein nur sich selbst und sonst nichts. Die entsprechende Struktur „reinen Wissen" kann mit dem überlieferten Veda identifiziert werden. Das begründen die beiden Vorträge von Maharishi Mahesh Yogi (1980).