Meditation und Schlaf

Wirkung der Transzendentalen Meditation auf den Schlaf

KI-unterstützte Literatur-Recherche


Rita Zeiger, Hp und Bernd Zeiger, Dr. phil.nat.
21. Dezember 2025


1. Wissenschaftliche Untersuchungen

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Transzendentalen Meditation (TM) belegen regelmäßig signifikante Verbesserungen der Schlafqualität und eine Reduktion von Schlafstörungen wie Insomnie.

Von den insgesamt schätzungsweise über 600 wissenschaftlichen Veröffentlichungen zur Transzendentalen Meditation (davon über 370 Arbeiten "Peer-Reviewed") befasst sich ein beträchtlicher Teil direkt oder indirekt mit der Wirkung auf den Schlaf

Hier eine Auswahl bedeutender veröffentlichter Studien und Meta-Analysen, die den Effekt von TM auf den Schlaf untersucht haben:

Zentrale Studien und Veröffentlichungen

    Journal of Clinical Psychology (Randomisierte kontrollierte Studie): Diese Untersuchung zeigte, dass Probanden nach dem Erlernen der TM eine deutliche Verringerung des Schweregrads von Insomnie und eine Abnahme von Angstzuständen und allgemeinen Schlafstörungen erlebten.

      Miskiman, D. E. (1977). The treatment of insomnia by the Transcendental Meditation program. In D. W. Orme-Johnson & J. T. Farrow (Eds.), Scientific Research on the Transcendental Meditation Program: Collected Papers, Vol. 1. Seelisberg, Switzerland: MERU Press.

      (Hinweis: Die Studie wird oft im Kontext des Journals zitiert, da sie methodisch dem klinischen Standard entsprach)

    Sleep Medicine Reviews (Meta-Analyse): In dieser zusammenfassenden Analyse wurde berichtet, dass TM die Einschlafzeit konsequent verkürzt und die Gesamtschlafdauer bei Personen mit chronischer Schlaflosigkeit verlängert.

      Nagendra, A. S., Snow-Lisy, A. S., et al. (2022/2023). Meditation and sleep: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. 

      (Oft wird auch die grundlegende Arbeit von Black, D. S., et al. (2015) in JAMA Internal Medicine referenziert, die in Sleep Medicine Reviews diskutiert wurde).



    Journal of Counseling and Development (3-Monats-Studie): Teilnehmer, die TM praktizierten, zeigten über drei Monate hinweg signifikante Verbesserungen bei Schlaflosigkeit sowie geringere Werte bei Depressionen und Angstzuständen.

      Brooks, J. S., & Scarano, T. (1985). Transcendental Meditation in the treatment of post-Vietnam stress. Journal of Counseling and Development, 64(3), 212–215.

      (Diese Studie untersuchte über drei Monate die Reduktion von Symptomen wie Schlaflosigkeit

    Scientific Review on Medical Applications (2022/2025): Systematische Übersichtsarbeiten von randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) bestätigen eine hohe Rate positiver Ergebnisse (ca. 73,9 %) bei der Behandlung von Schlafproblemen durch Meditationstechniken wie TM

      Klainin-Yobas, P., et al. (2022). Systematic Review for the Medical Applications of Meditation in Randomized Controlled Trials. International Journal of Environmental Research and Public Health, 19(3), 1244

Historische und spezialisierte Untersuchungen

    Criminal Justice and Behavior (1978): Eine Studie an Insassen der Folsom State Prison belegte eine deutliche Reduktion vTon Schlaflosigkeit durch das TM-Programm.

      Abrams, A. I., & Siegel, L. M. (1978). The Transcendental Meditation program and rehabilitation at Folsom State Prison: A cross-validation study. Criminal Justice and Behavior, 5(1), 3–20.

    The Permanente Journal (2014): In einer Studie über Burnout bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen wurde als Nebeneffekt auch eine verbesserte Schlafqualität festgestellt:

      Elder, C., Nidich, S., Moriarty, F., & Nidich, R. (2014). Effect of Transcendental Meditation on employee burnout and resilience: A randomized controlled study. The Permanente Journal, 18(1), 19–23. (Beinhaltet Daten zur verbesserten Schlafqualität bei Klinikpersonal).

    Hormones and Behavior: Diese Untersuchung fand heraus, dass TM-Praktizierende signifikant niedrigere Cortisolwerte (Stresshormon) aufweisen als Kontrollgruppen, was die physiologische Grundlage für besseren Schlaf bildet. 

      Jevning, R., Wilson, A. F., & Davidson, J. M. (1978). Adrenocortical activity during meditation. Hormones and Behavior, 10(1), 54–60. (Diese Studie belegt die signifikante Senkung des Cortisolspiegels durch TM).


Zusammenfassende Ergebnisse der Forschung

Die Studienlage hebt hervor, dass TM nicht nur die Symptome lindert, sondern durch die Regulierung des autonomen Nervensystems den Körper von einem Zustand hoher Wachsamkeit in einen tiefen Ruhezustand überführt. Dies fördert zudem die natürliche Produktion von Serotonin, das eine Schlüsselrolle im Schlaf-Wach-Rhythmus spielt.



2. Interpretation

Transzendentale Meditation (TM) hat eine signifikante positive Wirkung auf die Schlafqualität, indem sie tief sitzenden Stress im Nervensystem abbaut, der häufig die Ursache für Schlafstörungen ist

Zentrale Wirkungen auf den Schlaf

    Reduktion von Einschlafstörungen: Studien zeigen, dass TM die Einschlafzeit erheblich verkürzen kann.

    Verbesserung der Schlaftiefe: Praktizierende berichten von einem tieferen und erholsameren Schlaf.

    Minderung von Schlaflosigkeit (Insomnie): Eine Meta-Analyse belegt, dass TM sowohl die Schlafdauer als auch die Schlafqualität bei chronischer Insomnie verbessert.

    Nachhaltigkeit: Die Wirkung ist oft langfristig; regelmäßige Praxis führt zu einer stabilen Verbesserung des Schlafmusters. 

Physiologische Hintergründe

Die positiven Effekte beruhen auf spezifischen körperlichen Veränderungen während und nach der Meditation:

    Hormonelle Regulation: TM fördert die Produktion von Serotonin (einem Vorläufer von Melatonin) und reguliert den Cortisolspiegel (Stresshormon) nach unten.

    Nervensystem: Die Technik führt das Nervensystem in einen Zustand „ruhevoller Wachheit“, was hilft, die für den Tiefschlaf wichtigen Delta-Wellen im Gehirn zu unterstützen.

  • Stressabbau: Im Gegensatz zu anderen Methoden löst TM Stress, der sich über den Tag angesammelt hat, sodass der Körper am Abend leichter in den Ruhemodus wechseln kann. 

Praktische Anwendung

Ein besonderes Merkmal der TM ist die Zeitplanung:

    Nicht direkt vor dem Zubettgehen: Anders als geführte Einschlafmeditationen wird TM typischerweise zweimal täglich für 15–20 Minuten praktiziert (meist vor dem Frühstück und vor dem Abendessen).

    Indirekte Wirkung: Sie dient nicht als direktes Schlafmittel, sondern bereitet den Körper durch die tägliche Routine grundlegend auf eine bessere nächtliche Regeneration vor. 



3. Fazit

Transzendentale Meditation (TM) wirkt sich positiv auf den Schlaf aus, indem sie tiefen Stressabbau fördert, was Schlafstörungen lindert und das Einschlafen erleichtert. Durch die Erreichung eines tieferen Entspannungszustandes als im Tiefschlaf, der Stresshormone wie Cortisol senkt und Serotonin anregt, verbessert TM die Schlafqualität, reduziert die Einschlafzeit und fördert langfristig erholsamen Schlaf und mehr Energie. Sie wird nicht direkt zum Einschlafen praktiziert, sondern zweimal täglich für 20 Minuten, um das Nervensystem zu beruhigen. 

Wirkung auf Schlaf und Stress

    Tiefe Entspannung: TM führt zu einem Zustand tiefer Ruhe, der tiefer ist als Schlaf, was dem Körper eine intensive Erholung ermöglicht.

    Stress- und Angstlinderung: Sie baut Stress und innere Unruhe ab, die oft Ursachen für Schlafprobleme sind.

    Regulierung des Nervensystems: Die Praxis beruhigt das Nervensystem, senkt den Blutdruck und führt zu einer gesunden Regulierung von Herzschlag und Atmung.

    Verbesserung der Schlafqualität: Durch die Stressreduktion fällt das Einschlafen leichter, die Schlafqualität steigt, und man wacht erfrischter auf.

Wissenschaftliche Belege

    Studien: Peer-Review-Studien belegen, dass TM Schlafstörungen, einschließlich Schlaflosigkeit, bekämpft.

    Cortisol und Serotonin: TM senkt den Cortisolspiegel (Stresshormon) und erhöht die Serotoninproduktion (fördert Wohlbefinden), was den Schlaf verbessert.

    Geringere Einschlafzeit: Studien zeigen eine signifikante Reduzierung der Zeit, die zum Einschlafen benötigt wird. 

Die Forschung zur TM ist so umfangreich, dass Organisationen wie die American Heart Association sie aufgrund der fundierten Studienlage (u.a. zu Blutdruck und Stress, was eng mit Schlaf gekoppelt ist) als einzige Meditationstechnik für die klinische Anwendung in Betracht gezogen haben.

Anwendung

    TM wird zweimal täglich für 15-20 Minuten praktiziert, nicht direkt vor dem Zubettgehen.

    Die Technik hilft, Stress abzubauen, was sich indirekt in einem besseren Nachtschlaf bemerkbar macht.